Einladung

am 12.09.2021

Einladung an alle Interessierte,

das Motto¬†zum¬†diesj√§hrigen bundesweiten¬†Tag¬†des offenen Denkmals ‚ÄěSein und Schein ‚Äď in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege‚Äú¬†ist sehr passend f√ľr die¬†derzeitige¬†Situation der¬†Hans-Albers-Villa.

Zu Gespr√§chen √ľber das Anwesen sowie √ľber das Paar Hans Albers und Hansi Burg¬†laden wir Sie am 12. September 2021 herzlich ein.¬†

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! 

Treffpunkt: Hans-Albers-Weg 6, 82340 Feldafing vor dem sog. Rundweg.
Die Gespräche finden zu den folgenden Uhrzeiten statt: 
11:00¬†¬†‚ÄĒ¬†12:00¬†¬†Uhr
13:00¬†¬†‚ÄĒ¬†14:00¬†¬†Uhr
15:00¬†¬†‚ÄĒ¬†16:00¬†¬†Uhr

Die Gespr√§che¬†f√ľhren:¬†
Stefanie Knittl, Einheimische, Tutzinger Gemeinderätin und letzter Abkömmling des einst größten Baugeschäfts Knittl am Starnberger See    
Gabriella Meros, Vorsitzende von Respect & Remember Europe e.V.

Denkmal ‚Äď Erinnerungsort ‚Äď Begegnungsort.¬†

Wir¬†als¬†Verein Respect & Remember Europe e.V. ¬†haben 2019 den¬†Denkmalschutzantrag f√ľr diesen einmaligen und authentischen Ort¬†gestellt. Dieser war¬†Anfang 2020 erfolgreich¬†und seitdem steht¬†das¬†gesamte Anwesen von Hans Albers und Hansi Burg¬†unter Denkmalschutz. Wir¬†werden auf¬†die Historie des Grundst√ľcks, seine¬†Baugeschichte¬†und¬†zuk√ľnftig geplante Nutzung¬†eingehen,¬†sowie √ľber die Liebes- und Lebensgeschichte¬†von Hans Albers und Hansi Burg sprechen.¬†Wir freuen uns, wenn¬†Sie Freunde und Bekannte √ľber unsere Einladung informieren.¬†

Anbei unsere Petition:
Die¬†Hans-Albers-Villa¬†am Starnberger See soll ein √∂ffentlich zug√§nglicher Begegnungsort f√ľr ALLE werden.¬†Wichtige Petition von Respect & Remember Europe e.V. an den ‚ÄěBayerischen Ministerpr√§sidenten und Bayerischen Landtag:¬†Rettet¬†die¬†Hans-Albers-Villa¬†als deutsch-j√ľdischen Erinnerungs-und Begegnungsort.¬†Information, Fortbildung, Kunst Kultur und¬†Freizeit¬†m√∂chten wir anbieten. Jetzt k√∂nnte man noch einen Fehler (der Beschluss f√ľr die TUM) ungeschehen machen. ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬† ¬†

Bitte unterschreiben und an Freunde weiterleiten, Danke.¬†Hier kannst Du /Sie mehr √ľber die Petition erfahren:¬†http://chng.it/687xQt9Mwc

5. Juli 2021

Sehr geehrte Damen und Herren der Bayerischen Ministerien, des Bayerischen Landtags, der Presse und alle Interessierten, 

es ist bitter, dass wir uns jetzt veranlasst sehen, einen offenen Brief an Sie zu schreiben.

Seitdem die TU M√ľnchen (TUM) Staatsbedarf f√ľr die¬†Hans-Albers-Villa¬†angemeldet hat, wurden so einige Intrigen √ľber uns verbreitet und uns jetzt von mehreren Seiten mitgeteilt, die Pr√§sidentin der Israelitischen Kultusgemeinde M√ľnchen, Frau Dr. h.c. Charlotte Knobloch, habe gesagt, sie w√ľrde hundert Mal¬†lieber mit der TUM als mit uns (Respect & Remember Europe e.V.) zusammenarbeiten.

Wir wollten uns eigentlich nicht mit Verleumdungen und Beleidigungen besch√§ftigen, die √ľber den Verein erz√§hlt und nach M√ľnchen getragen werden, jetzt ist eine Grenze √ľberschritten. Will man einen Keil zwischen Juden treiben, uns vorf√ľhren? Wie infam ist das?

Seit es unseren Verein gibt, war und ist Frau Pr√§sidentin Knobloch uns immer wohlgesonnen. Sie hat jede Veranstaltung von uns besucht, bewegende Reden gehalten und uns zur Gr√ľndung des Vereins ein sehr sch√∂nes Zitat geschenkt. Frau Pr√§sidentin Knobloch ist eine der diskretesten Personen, die ich und wir kennen. Sie w√ľrde nicht einmal √ľber ihren √§rgsten Feind in der √Ėffentlichkeit ein negatives Wort verlieren. Wer Intrigen auf diesem Niveau n√∂tig hat, weil vielleicht die konstruktiven Argumente fehlen, sollte jetzt dringendst innehalten.¬†Uns allen sollte es um die Sache gehen, nicht mehr und nicht weniger.

Wir fragen uns: Warum erhalten wir anders als andere Institutionen in der Vergangenheit kein Zeitfenster, in dem wir uns bew√§hren und den ma√ügeblich beteiligten Instanzen zeigen k√∂nnen, dass wir die Finanzierung fundiert und nachhaltig realisieren k√∂nnen? Wir wollen und k√∂nnen ein verl√§sslicher und nachhaltiger Partner sein. Daf√ľr werden wir eine gemeinn√ľtzige Stiftung gr√ľnden und selbstverst√§ndlich transparent arbeiten.¬†

Wir fragen uns: Viele von Ihnen haben im Mai den Beschluss gegen Antisemitismus und f√ľr Erinnerungseinrichtungen im Bayerischen Landtag mitunterschrieben. Laut Beschluss sollen zivilgesellschaftliches Engagement unterst√ľtzt werden und Erinnerungsorte geschaffen werden, weil uns die Zeitzeugen verlassen. Wie kann man solchen politischen Beschl√ľssen und Reden noch trauen? Wird wenige Wochen sp√§ter ein einmaliger Erinnerungsort f√ľr immer verschwinden? Wir erf√ľllen genau die Bedingungen des Beschlusses und werden daf√ľr verleumdet und regelrecht abgeschmettert.¬†

Dabei wollen wir viel Geld f√ľr einen positiv besetzten, der √Ėffentlichkeit langfristig zug√§nglichen Ort bereitstellen. Daf√ľr sollte man uns nicht als Bittsteller abtun und diskreditieren.¬†

Wir fragen uns: Warum geht seit einem halben Jahrhundert der im Kaufvertrag mit dem Freistaat Bayern ge√§u√üerte Wunsch Hansi Burgs, der Lebensgef√§hrtin von Hans Albers, nicht in Erf√ľllung, das Anwesen der √Ėffentlichkeit f√ľr Erholungszwecke zur Verf√ľgung zu stellen? Der Freistaat Bayern schien ihr der Garant daf√ľr zu sein.

Wir fragen uns: Wie kann das Konzept der TUM diesen authentischen Erinnerungsort verkennen und so breite Unterst√ľtzung in Verwaltung und Ministerien erfahren? Der Plan der TUM ist weder ortsgebunden noch in der Gr√∂√üe stimmig. Schlie√ülich k√∂nnen die 40 Stipendiaten, die die Junge Akademie j√§hrlich aufnimmt, keinen Platz in der 187 qm kleinen, verwinkelten¬†Hans-Albers-Villa¬†finden (f√ľr die wir √ľbrigens erfolgreich den Denkmalschutzantrag gestellt haben). Mit Nebengeb√§uden und dem Bootshaus sind es knapp 300 qm. Warum n√ľtzt die TUM nicht zum Beispiel das weitr√§umige, landschaftlich wunderbar gelegene Kloster Raitenhaslach, das bereits vom Freistaat Bayern mit Millionen gesponsert wurde, oder eine der vielen weiteren Liegenschaften der TUM, die die Junge Akademie beherbergen k√∂nnen. Zudem gibt es sicherlich weitere Liegenschaften der Immobilien Freistaat Bayern in passender Gr√∂√üe, die der TUM angeboten werden k√∂nnten.

Wir fragen uns: Warum schenkt man den Menschen am See so wenig Geh√∂r? Viele, die am See leben, begr√ľ√üen unser Projekt ‚Äď weil sie schon lange vor den verschlossenen T√ľren der¬†Hans-Albers-Villa¬†stehen und weil sie es f√ľr sehr wichtig erachten, dass es dort einen Erinnerungs- und Begegnungsort geben soll, der Wissen vermittelt, Kultur-, Kunst- und Freizeitangebote schafft und eine Br√ľcke zwischen der Vergangenheit und Zukunft baut ‚Äď gerade auch f√ľr ihre Kinder und Enkel.¬†

Wir werden uns von all den Falschmeldungen und Verleumdungen nicht abhalten lassen, weiter f√ľr unser wichtiges und wunderbares Projekt zu stehen, und uns weiter bem√ľhen, geh√∂rt zu werden. Denn¬†die Hans-Albers-Villa¬†ist ein einmaliger, unwiederbringlicher deutsch-j√ľdischer Erinnerungsort. Hier geht es um zwei Menschen, die ihre Liebe nicht aufgaben und die Shoah mit allen lebensbedrohlichen Momenten √ľberlebten. Hansi Burgs Familie wurde ermordet. Trotzdem kehrte sie in das Land zur√ľck, das daf√ľr verantwortlich war ‚Äď wegen ihrer gro√üen Liebe zu Hans Albers. Diese Lebens- und Liebesgeschichte birgt die einzigartige Chance, insbesondere junge Menschen zu erreichen.¬†

Die¬†Hans-Albers-Villa¬†k√∂nnte ein Leuchtturmprojekt f√ľr Bayern sein und ein Vorzeigeprojekt f√ľr die Region, das √ľber die Erinnerung eine Br√ľcke in die Gegenwart und Zukunft baut.¬†

Was uns jetzt wichtig ist:¬†Wir m√∂chten keine Juden gleich welcher Prominenz f√ľr uns reden lassen, nach dem Motto ‚Äěda trommelt jemand seine j√ľdischen Seilschaften zusammen und dann bekommen die Juden ja doch immer, was sie haben wollen.‚Äú Heute bitten wir die Nichtjuden, f√ľr uns zu sprechen. Angesichts des heftigen Antisemitismus, der sich gerade 76 Jahre nach der Shoah rapide wieder in unserem Land ausbreitet, rufen wir Sie auf, sich f√ľr unser Konzept einzusetzen. Wenn Beschl√ľsse gegen Antisemitismus gefasst werden, m√ľssen Taten folgen.¬† Worte reichen nicht mehr.

Der Freistaat Bayern h√§tte mit der¬†Hans-Albers-Villa¬†die Chance, einen positiv besetzten, einzigartigen Ort der Erinnerung zu erhalten, bei dem Toleranz und jegliche Begegnungen ge√ľbt und gelebt werden k√∂nnten.¬† ¬†Noch ist es nicht zu sp√§t.¬†

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne an uns. 

Mit den besten Gr√ľ√üen Gabriella Meros und Respect & Remember Europe e.V. und die Unterst√ľtzer der¬†Hans-Albers-Villa